Grenzerfahrungen - Grenzgänge - Grenzbereiche

 



...ein erlebnispädagogisches Projekt des ATZ - Vöcklabruck

 

Das ATZ-Vöcklabruck (Arbeitstrainingszentrum) des Vereines pro mente OÖ bietet seit 1990 Menschen mit psychischen Erkrankungen sowie in und nach psychischen Krisen im Rahmen eines 15-monatigen beruflichen Rehabilitationsmaßnahme kompetente Unterstützung und Begleitung bei der (Wieder)Erlangung einer gesundheitlichen und psychischen Stabilität mit dem Ziel einer Reintegration am Arbeitsmarkt.

 


Projektleitung:
Klemens Fraunbaum (Dipl. Sozialarbeiter, Erlebnispädagoge)
Gerd Ackermann (Heilerziehungspfleger, Erlebnispädagoge) 
  Gerd & Klemens 

 


 

Zielsetzung

 

 

 

Projektablauf

 

"Unterwegs zur Grenze"

 

... Österreich – Tschechien, dem ehemaligen eisernen Vorhang.

 

Dort wollen wir an verschiedenen Plätzen vor, zwischen und hinter den Grenzbalken die Stimmung, unsere Gefühle und Assoziationen, aber auch die Menschen erleben und beobachten („Grenzexpedition“). Wir sind zu Fuß unterwegs und betreten die einzelnen Bereiche auch im wahrsten Sinn des Wortes:     Grenzübergang 

 

Station 1: „vor der Grenze“ (innerhalb der gewohnten Landesgrenzen):
Station 2: „Niemandsland“:
Station 3: „hinter der Grenze“ (das Unbekannte / Neuland):
„Land-Art“ zum Thema „Grenzen“  
  Grenzübergang 

 

 

Klettern (Abseil- und Topropestation)

 

In der Kletterhalle Linz-Auwiesen.
Die ersten Schritte an der Boulderwand stellen für die ProjektteilnehmerInnen ein erstes „Begreifen“ der neuen Materie und einen Einstieg in das Medium Klettern dar. Anschließend erfolgt eine Einführung in das Klettern mit Seilsicherung. Durch Kennenlernen, Testen und Ausprobieren der Materialqualität und einfache Einstiegsübungen versuchen wir den Unsicherheiten der TeilnehmerInnen genügend Raum zu geben aber auch durch eine Demonstration der Sicherung und Sicherheit beim Sturz den Ängsten entgegenzuwirken. Das Installieren und Üben in der doppelten Sicherungskette führt dazu, daß sich die Teilnehmer größtenteil gegenseitig sichern und voneinander sichern lassen. Der Einbau von Metaphern (sichern und gesichert werden; halten und gehalten werden) in das Klettern als erlebnispädagogisches Medium erleichterte uns auch den Zugang und die Bewußtmachung wichtiger Themen wie Verantwortung, Sicherheit, Angst, Risiko etc. 
 Demonstrieren von Sicherungstechniken

 



2-tägige Bergwanderung

 

mit Übernachtung in der Hütte (Hochleckenhaus 1572 m), Höllengebirge, Salzkammergut OÖ. Tourenplanung mit den Teilnehmern - Bergtour.

 

Bergpanorama Salzkammergut   Hochleckenhaus  Gewitter über dem Salzkammergut

 

 

Idee

 

Wir bewegen uns auch im täglichen Leben ständig innerhalb unserer persönlichen, gesundheitlichen, finanziellen, familiären, beruflichen u.v.a. Grenzen, halten Distanz, nähern uns an und überschreiten sie immer wieder, auch um unseren persönlichen Gestaltungs- und Lebensraum zu erkennen, zu begrenzen, aber immer wieder auch zu erweitern.


Ein bewusster und verantwortlicher Umgang mit unseren Grenzen ist ein wesentlicher Bestandteil der Erreichung bzw. Erhaltung einer körperlichen und psychischen Gesundheit und damit ein recht erstrebenswertes Ziel, dessen Verfolgung von großer Bedeutung und Auswirkung für unser alltägliches Leben ist.


Ein tatsächliches Beschreiten und Begreifen der Grenzen und des gewohnten begrenzten Raumes, aber auch ein bewusstes Überschreiten der Grenze und des „Niemandslandes“ zwischen Grenzen sowie ein Eintritt ins Neuland außerhalb der gewohnten Grenzen kann das Bewusstsein unserer eigenen Grenzen, aber auch die Möglichkeiten eines neuen Umgangs, einer restriktiveren Einhaltung oder einer Erweiterung derselben fördern und bestärken.


Die Begegnung mit unseren geografischen Grenzen als Einstieg soll das Thema und die einzelnen Schritte und Möglichkeiten bewusster und transparenter machen.

 

 

Konzept

 

Für Menschen mit psychischen / psychiatrischen Einschränkungen und / oder Behinderungen ist der Zugang zu ihren eigenen Grenzen und der gesunde Umgang mit bzw. innerhalb derselbigen oft ein Faktor einer krankheitserhaltenden Lebensart, aber umso wichtiger auch ein entscheidender Bestandteil der therapeutischen Auseinandersetzung mit dem Ziel einer gesundheitlichen Verbesserung und der Erreichung einer möglichst stabilen psychischen Verfassung in allen Lebensbereichen.
Eine gezielte und reflektierte Auseinandersetzung innerhalb einer Gruppe von ähnlich betroffenen Menschen mit dem Thema „Grenzen“ inform von „Grenzgängen“ im geografischen Sinn, im körperlichen und im mentalen Sinn unter Zuhilfenahme der Natur als erlebnispädagogischen Handlungsraum und der Medien Wandern, Bergsteigen und Klettern soll Schwerpunkt dieses Projektes sein.


Eine Aktivierung, ein „In-Bewegung-Kommen“ und ein bewusstes und möglichst positives Erleben und oft auch Wiederfinden des eigenen Körpers, der sich nicht selten infolge der eigenen Krankheit und auch aufgrund der meist langjährigen Medikamenteneinnahme mehr und mehr zum „Fremdkörper“ entwickelt hat, ist ein weiterer Kernpunkt des Projektes.

 

Kontakt:
Projektverantwortliche die Interessierten für Fragen zur Verfügung stehen
Name: Klemens Fraunbaum
E-Mail: fraunbaumk@promenteooe.at





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