MAY BUGSSD
Erlebnispädagogisches Mädchen Projekt



Institution / Projektleiterin
Jugendwohnprojekt Kolbing; Projektleitung: Barbara Anzinger



Zielsetzung
Grobziel:
 · Mädchen sollen sich in einer geschlechtshomogenen Gruppe erleben. Wie bin ich in einer Mädchengruppe?
Feinziele:
· Mädchen sollen verschiedene Aufgaben übernehmen, auch solche die normalerweise Jungs übernehmen ( Feuer machen, Weg finden,... ).
· Selbstbewusstsein stärken und vor allem das Selbstwertgefühl verstärken.
· Mädchen sein dürfen, Masken ablegen ( Schminke auch? ). Erkennen – Ich darf sein wie ich bin.
· Gemeinschaft spüren unter Mädchen. Sich wohl, geborgen und sicher fühlen.


Projektbeschreibung
Ort: Selbstversorgerhaus am Schoberpaß (Steiermark) der Naturfreunde St. Michael
Zeit: 5 Tage in den Pfingstferien



Inhalt: Die Mädchen sollten in einem geschützten Rahmen die Möglichkeit bekommen ganz Mädchen zu sein. Das heißt sie konnten auch mal albern sein, stundenlang kichern und konnten auf ihre Maske verzichten – die Schminke.



Ich habe versucht ihnen verschiedene Kompetenzen anzueignen, so z.B. eine topographische Karte zu lesen oder mit dem Kompass umzugehen.



„Höhepunkt“ der fünf Tage war dann eine Bergtour wo die Mädchen die Leitung übernommen haben und wir gemeinsam zu einem Zielpunkt kommen sollten. Diese Bergtour klappte ohne Probleme.



Niemand musste jammern oder motzen. Wir gingen im Tempo das sie selbst vorgaben diesen Berg hoch und wussten immer welcher Streckenabschnitt als nächstes kommt und wie anstrengend der werden wird.



Aber nicht nur die Bergtour hat super geklappt, unter Mädchen konnte man auch mal versuchen ein Feuer anzumachen. Wir hatten einen Holzofen im Haus der richtig beliebt war…Außerdem haben wir noch Bodypainting mit Henna gemacht. Zur Stärkung des Selbstvertrauens haben sie nach einem Vertrauenslauf im Wald alle ein Engelsbuch von mir bekommen in dem wir mal alles aufgeschrieben haben was wir gerne an uns mögen und was wir gut können. Das Selbstbild der Mädchen ist meist sehr negativ, deshalb war mir sehr wichtig einmal anzuschauen was toll an einem ist.

Reflexion
Einige meiner Erkenntnisse aus der Woche und der Vorbereitungs- und Nachbereitungszeit:
· Die Mädchen dort abholen wo sie stehen. Ich wollte sie auf keinen Fall überfordern. Vorarbeit war deshalb sehr wichtig.
· Einen Raum schaffen – das heißt – ein Haus finden wo wir für uns sind und niemand „stört“+ eine weibliche Begleitung
· Spontan sein und auf die Bedürfnisse eingehen. Das war unheimlich wichtig.
· Nicht zu viel reflektieren!
· Verantwortung abgeben ist nicht immer einfach aber eine sehr gute Möglichkeit Jugendliche Mädchen zu motivieren. Sie fühlen sich verantwortlich und wichtig und dadurch motiviert!
· Das Jungenprojekt darf nicht zur Konkurrenz-Veranstaltung werden
· Wir waren 4 Wochen später beim klettern – mal nur die Mädchen – und das hat ihnen total Spaß gemacht und sie waren richtig klasse und mutig und motiviert. In der Woche wäre es noch zu viel gewesen, danach wars okay.
· Weniger ist mehr!!!




Kontakt:
Name/Autorin: Barbara Anzinger 
E-Mail: b.anzinger@web.de



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