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Erlebnispädagogik in der Natur Praxisbuch für Einsteiger
Dieses Buch mit ansprechendem Layout und klarer Struktur von Kapitelabfolge bis hin zum Textbild unterstütz die Lesenden im Verständnis und motiviert zum Weiterlesen. Ganz klar – in und zwischen den Zeilen hört man die Praktiker. Ihre Erfahrenheit zeigt sich vom ersten Kapitel, das vom „Rhythmus des Lernens“ handelt und setzt sich in jedem weiteren Kapitel fort. Im ersten werden die unterschiedlichen Phasen in der Zusammenarbeit mit Gruppen beschrieben. Besonders aufgefallen ist mir die Anregung, sich ein Herz für eine schöpferische Pause zu fassen und nicht Aktivitäten und Reflexionen lückenlos aneinander zu reihen. In „Finanzierung“ werden wertvolle Tipps gegeben, um die nötigen Mittel wie auch Sportgeräte für erlebnispädagogische Unternehmungen aufzutreiben. Der Hauptteil des Buches ist den erlebnispädagogischen Aktivitäten gewidmet. Unterteilt in Kategorien wie Beschreibung – Gelände/Ort – Sicherheit – Materialien – Aufgabenstellung – Varianten zur Aufgabenstellung – Interventionen während der Durchführung – Nachbesprechung werden sehr differenziert Informationen und Grundlagen vermittelt, wenngleich ich behaupten möchte, dass viele Dinge den Einsteiger in die Thematik entweder überfordern oder einfach auffordern in diverser Literatur nachzuschlagen. Mit Spannung habe ich die Ausführungen zu Sisyphus und Odysseus im Zusammenhang mit Erlebnispädagogik gelesen, zu finden unter dem Kapitel – Erlebnispädagogik zwischen Wagnis und Wandel. Neben einem kleinen geschichtlichen Abriss, in dem zum Vater der Erlebnispädagogik (Kurt Hahn) eine Mutter (Minna Specht) hinzubekommt, findet sich auch der Aufruf, in die Zukunft zu gehen – in einem Prozess des „Wandels“ und nicht des einmaligen Aufbruchs. Die Autoren meinen damit ein Wertschätzen des Alten und Einbeziehen im Gestalten des Neuen. Diese Rezension darf nicht enden, ohne das Kapitel der Lernmodelle erwähnt zu haben. Zu diesem kann ich nur gratulieren: Prädikat: „Auf den Punkt gebracht!“ und mit einem richtungsweisenden Schlusssatz, der hier sinngemäß lautet: Lernmodelle sind Modelle ... sie können griffige Haltepunkte sein, um sich systematisch und zielgerichtet zu orientieren und selbstkritisch zu vergewissern: „Was mache ich wie und mit welchem Ziel?“ und „Was habe ich drauf und was nicht?“. Damit geben die Autoren einen Leitsatz vor, der für Einsteiger wie auch bereits alte Hasen in erlebnispädagogischen Handlungsfeldern von Bedeutung sein sollte! Mag. Beate Einetter [zurück] [diese Seite weiterempfehlen]
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